Verfasst von: niezuhause | 24. Januar 2011

Spanien Tarifa, September 2008

Unsere Route: Weilheim – Cote d‘ Azur – Tarifa

 

 12.-14.09.08

Nachdem endlich alles gepackt und dreimal durchgezählt war, starteten wir endlich um 21:15 Uhr von Weilheim in Richtung Frankreich (Fahrt über Verona, Genua). Wir hatten eine reibungslose Fahrt voller Vorfreude auf den langersehnten Urlaub.

Nach 9 Std. Fahrt setzte langsam die Müdigkeit ein und wir freuten uns auf unseren 1. CP in Hyeres auf der Halbinsel Giens (Cote d’Azur). Doch plötzlich kam auf der Autobahn A10 bei San Remo eine Vollsperrung. Wir nahmen die nächste Ausfahrt, nur leider war keine Umleitung ausgeschildert. Nach 1 Std. Irrfahrt (auf das Navi ist auch  nicht immer Verlass) fanden wir dank Atlas die richtige Auffahrt und kamen nach 14 Std. Fahrzeit und 984 km endlich am ersehnten Ziel an :-). Unser CP für die nächsten 2 Tage war der „La Presqu’ile de Giens (GPS: 43°2’26“ N, 6°8’34“ E). Der CP ist schön angelegt mit neuem Waschhaus und liegt nah am Meer.

Alle CP, die wir auf unserer Reise anfuhren, haben wir mit Campingcheque (14,- €/ Nacht, inkl. Strom u. 2 Pers.) bezahlt.

Wir erholten uns bei einem leckeren Frühstück mit frischem Kaffee & Baguette und hauten uns für ein par Stunden auf’s Ohr.  Am Abend drehten wir nur eine kurze Platzrunde, da es so stürmte und den Sand durch die Luft peitschte sodass wir leider nicht draußen sitzen konnten.

Am nächsten Tag war Strand  & Erholung bei 25°C und Sonnenschein angesagt ;-).

 15.09.08

Um 9:30 Uhr fuhren wir weiter nach Spanien ( Fahrt über Marseille, Nimes, Barcelona, Tarragona) auf den CP „La Torre del Sol“ (GPS: 41°2’15“ N, 0°58’29“ E) in Mont-roig. Nach 9 Std. Fahrzeit und 710 km erreichten wir den CP. Die einzelnen Parzellen sind mit großen Palmen begrenzt, die super Schatten bieten und sehr schönes Urlaubsfeeling verbreiten. Der Strand grenzt an den CP.

 

16.09.08

Heute war wieder ein Strandtag (26°C und Sonnenschein) angesagt, um uns für die nächste Etappe zu erholen ;-).

17.09.08

Nachdem wir unsere Vorräte aufgefüllt hatten, ging es um 10.00 Uhr in Richtung  WoMo Stellplatz in Guardamar del Segura (Costa Blanca). Als wir nach 6 Std. Fahrzeit und 455 km ankamen stellten wir fest, daß er für WoMo’s durch eine Höhenbegrenzung gesperrt ist :-(.  

Wir entschieden uns einen anderen Stellplatz in Puerto del Mazarron (Costa Calida), der auf unserer Route lag, anzufahren. Und wie soll es anders sein, nach 1,5 Std. Fahrzeit und 124 km hatten wir wiedermal kein Glück, er war wieder für WoMo’s gesperrt :-(.

 

Schließlich entschlossen wir uns auf den CP „Las Torres“ (GPS: 37°35’23“ N, 1°13’44“ W) im Ort zu fahren. Der CP ist sehr gepflegt mit großen Waschhäusern, hat aber leider fast überall Schatten durch Mattendächer, was nicht so unser Geschmack ist. Der lange Strand liegt direkt vor der „Tür“. Über die Hälfte der Gäste sind Dauercamper im Rentenalter. Hoffentlich schaffen wir das in diesem Alter auch noch ;-).

 

18.09.08

Wiedermal ein Strandtag (29°C, leicht bewölkt) ;-).

19.09.08

Abfahrt gegen 9:00 Uhr nach Tarifa, mit einem Ausflug nach Guadix. Wir fahren über die Sierra Nevada und überwinden dabei 1300 Höhenmeter. Die Landschaft ist sehr karg und nicht sehr abwechslungsreich.

Doch nach einigen Kilometern erwartet uns hinter einem Hügel eine Überraschung. Plötzlich wechselt die Landschaft in grüne Bäume und Wiesen.

   

Unsere Nachbarn vom letzten CP haben uns empfohlen unbedingt Guadix „Die Satdt im Fels“ anzuschauen, und ausserdem wird es auch mal Zeit für einwenig Kultur. Der Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt. Es ist sehr beeindruckend wie die Häuser in die Kalkfelsen eingebaut sind. Im Inneren dieser Häuser liegt die Temperatur das ganze Jahr über bei 19°C. 

 Nach  7,5 Std. Fahrzeit und 560 km kommen wir um 16:30 Uhr in Tarifa an, und haben schon einen Bick auf Marokko.

                                                            

                                                                                                                

Zwischenfazit unserer Reise:

gefahrene Kilometer: 2941

Fahrzeit: 39 Stunden

Mautgebühren Frankreich: 68,10 €

Mautgebühren Spanien: 64,65 €

Spritkosten: 310 €

getankte Liter: 234

Spritverbrauch: 8,5 l

 

Unser CP für die nächste Woch ist der „Camping Tarifa“ (GPS: wird nachgetragen). Wir haben uns für diesen CP entschieden, weil er sehr schön am Strand liegt. Die Sanitäranlagen sind einfach, aber sauber und das Personal ist sehr nett.

 20.09.08

Der eigentliche Grund warum wir nach Tarifa gefahren sind ist, dass ich (Alois) dort einen 3-tägigen Kitekurs gebucht habe :-). Bevor also am nächsten Tag der Kurs begann, machten wir einen Stadtbummel durch Tarifa und besuchten schonmal „DIE“ Kitebucht Tarifas „Valdequevaros“. Denn natürlich sind wir neugierig auf die ganzen Kiter und wollen uns schonmal unters Volk mischen. Die Bucht ist wirklich beeindruckend mit ihrem endlosen Strand und der meterhohen Düne. Und dann die Vielzahl an Surfern und Kitern… Wir hatten 30°C und Sonnenschein und sehr starken Wind. Der Wind peitschte den Sand so auf, dass es sich wie 1000 Nadelstiche anfühlte.

 21.09.08 – 26.09.08

Der eigentliche Plan war 3 Tage á 4 Std. Kitekurs und sonst in der Sonne liegen und den Atlantik geniessen. Der erste Tag verlief auch wie geplant.

 

Doch dann kam was niemand in Tarifa vermutet „FLAUTE “ :-(. Der Wind wurde so schwach, dass jeder Tag gleich verlief: morgens Treffpunkt am Strand, 1 Std. warten auf Wind, es kam kein Wind, erneutes Treffen am Nachmittag, es kam natürlich immernoch kein Wind, also Kurs abgesagt und auf den nächsten Tag verschoben. 

Das ganze zog sich 6 Tage hin. Die Kitelehrer hatten unsere Handynr. sodass wir jederzeit abrufbereit waren, falls plötzlich Wind kommt. So einen Stress wollten wir im Urlaub natürlich gar nicht. Wir haben sonst 3 Wochen lang keine Uhr um. Aber was solls. Die Kiteschule wollte natürlich, dass wir für unser Geld auch etwas bekommen.

Treffpunkt: Strandbar

 

Insgesamt sind dann doch noch ein par Stunden zusammen gekommen. Am 3. Tag klappte es für 3 Std. und am 6. Tag wurde versucht in 6 Std. alles nachzuholen. Aufgrund des ablandigen Windes fuhren wir zur großen Düne, damit keiner mit seinem Kite Richtung Portugal treibt ;-).

 

Zum Abschluss trafen wir uns alle abends  im „Pacha Mama“ zum Barbecue und die Teilnehmer bekamen ihren IKO-Ausweis. Wir waren eine nette Truppe von 4 Leuten (2 Holländer, 1 Belgierin und Alois, Bayern). Obwohl der Kurs nicht ganz so verlief wie er sollte und es auch für die Lehrer ungewöhnlich war, haben sie versucht das Beste draus zu machen und wir hatten viel Spaß. http://www.dragonkiteschool.com/

 27.09.08 – 29.09.08

Die nächsten Tage war relaxen am Strand angesagt. Aufgrund von schweren Unwettern an der gesamten spanischen Mittelmeerküste sind wir 3 Tage länger in Tarifa geblieben als geplant. Da sich der Kitekurs so lang hingezogen hat es ganz gut gepasst.

Wir haben die Zeit noch etwas zum Shoppen genutzt, da  es in Tarifa einen Kite- und Surfershop neben dem anderen gibt ;-).

 

30.09.08

8:45 Uhr traten wir  bei sonnigen 26°C schweren Herzens die Heimreise an. Da wir unseren Aufenthalt in Tarifa aufgrund der Unwetter verlängert hatten, mussten wir knappe 2000 km, anstatt in 5 Tagen, in 3 Tagen „runterradeln“, da wir am 03.10. mit Freunden in Lazise del Garda verabredet waren.

Die Fahrt ging Richtung Valencia. Dort haben wir uns den Stellplatz „Gola De Pujol“ (GPS: 39°21,5′ N, 0°19,1′ W) direkt am Meer rausgesucht (Fahrzeit 9 Std. und 782km). Die Polizei kam mehrmals die Nacht vorbei. Wohl um zu schauen ob es uns gut geht ;-).               

                        

 01.10.08

Wir frühstückten bei herlichem Sonnenaufgang und fuhren um kurz nach 8:00 Uhr weiter nach Frankreich. Wir merkten mal wieder, dass das Navi manchmal die seltsamsten Wege raussucht. Es führte uns durch die engsten Gassen Valencias. Bei Sonnenschein und 25°C fuhren wir 9,25 Std und 728 km bis am CP „Le Boucanet“ in Le Grau-du-roi/ Languedoc- Roussillon (GPS: 43°C33’16“ N, 4°C6’26“ E) ankamen. Der Campingplatz hat Sand- und Wiesenstellplätze sowie sehr schöne Bungalows direkt am Meer. Am Abend drehten wir noch eine „Platzrunde“ und machten einen Abstecher zum Strand.

 02.10.08

Heute ist bei 24°C und Sonne-Wolken-Mix Strand angesagt. Wir merkten, dass wir wieder näher Richtung Norden kommen und es doch schon Oktober ist :-(. Nachmittags packten wir unsere Sachen und machten uns gegen 16:30 auf den Weg nach Lazise. Wir fuhren 9 Std. und 745km, als wir nachts um 1:30 Uhr auf dem Stellplatz vor dem CP „Piani di Clodia“ (GPS: 45°C28’57“ N, 10°C 43’43“ E) ankamen. http://www.pianidiclodia.it/

03.10.08 – 04.10.08

Nach dem Aufstehen fuhren wir auf den CP und wurden schon mit Frühstück von unseren Freunden erwartet. Es war ziemlich wolkig und nur noch 19°C warm. Nachmittags zog Gewitter mit Wind und Regen auf. Den Abend haben wir zusammen im WoMo verbracht. Am nächsten Tag machten wir einen Stadtbummel nach Lazise. Die Temperaturen stiegen auch heute nicht über 19°C :-(. Abends saßen wir mit dicken Pullis und Decken zusammen vor den WoMos. Diese Temperaturen waren nicht mehr gewöhnt.

 05.10.08

Nach dem gemeinsamen Frühstück fuhren wir unsere letzte Etappe Richtung Heimat. Durch viele Staus brauchten wir 8 Std. für 354 km. Auf dem Brenner wurden wir schon auf das Wetter in Bayern vorbereitet. Siehe Foto…

 

 

Fazit der gesamten Reise:

 Reisezeit: 75 Std.

gefahrene Kilometer: 5547

getankte Liter: 483

Spritkosten: 640 €

Spritverbrauch: 8,7 l

Mautgebühren: 352 €

 

 

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