Verfasst von: niezuhause | 7. August 2011

Sardinien Mai-Juni 2011

 

20.05.2011   ( 670 km )

Endlich ist es soweit. Nachdem wir mindestens 3 mal durch unsere neue Wohnung gelaufen sind (sind im März eingezogen) und nachgeschaut haben, ob alle Fenster zu sind, Strom aus, etc., geht es endlich los.

Gegen 20Uhr holten wir unsere Freunde ab und fuhren die Nacht durch bis nach Livorno zum Hafen. Da wir nie mit viel Wasser losfahren, um Gewicht zu sparen, machten wir bei Ponsacco Zone Industrieale GPS: 43°38`15,91″ N- 10°37`23,44 O  einen kurzen Zwischenstopp zum Wasser auffüllen.

Um 4:30Uhr angekommen hauten wir uns vorm Hafengelände noch für 2 Stunden aufs Ohr.

 21.05.2011   ( 90 km )

Um kurz vor 8Uhr reihten wir uns in die bereits wartende Schlange vor der Fähre ein und frühstückten. Diesmal fuhren wir nicht wie vor 2 Jahren mit der Moby Lines, sondern mit der günstigeren Sardinia Ferries. Wir zahlten Hin und Zurück mit Reiserücktritt 216,-€.

Unsere Fähre

Auf der Fähre trafen wir „Familie Mahony“ mit denen wir zuvor im Wohnmobilforum geschrieben hatten. Wir hatten auch gleich als ersten Anlaufpunkt den selben Stellplatz.

 

Nach 7 Stunden Fährüberfahrt fuhren wir ca. 90km zum  Berchidastrand  GPS: 40° 28`56,90″ N- 9°48`19,07″ O. Zu unserer Enttäuschung war der Weg, im Gegensatz zum letzten Mal, in äußerst schlechtem Zustand, von Schlaglöchern übersät und teilweise weggespühlt. Doch die 4km Schotterpiste lohnen sich. Der Strand ist einfach traumhaft.

Berchida

Berchida

 22.-23.05.2011 

Wir verbrachten 2 schöne Tage am Strand mit strahlendem Sonnenschein und erkundeten die Gegend mit dem Mountainbike. Die Wellen im Meer waren der größte Spaß für Groß und Klein. Wer Käse mag, dem empfehlen wir vom Bauern, der dort fast täglich vorbei kommt, etwas vom Ziegenkäse abzukaufen. Er ist nicht gerade billig, aber schmeckt super gut.

Berchida Stellplatz

Blick vom Stellplatz

Am Strand

Super Wellen

Strand von Berchida

Das schöne an Sardinien ist unter anderem, dass die Bauern ihre Tiere frei herumlaufen lassen.

Frei laufende Tiere

 24.05.2011  ( 149 km )

Nachdem wir die furchtbare Schotterpiste wieder hinter uns hatten machten wir uns auf den Weg Richtung Westen nach Oristano zum CP Spinnaker (http://www.campingspinnaker.com/).

Der Cp. hat lt. ACSI Führer zwar 4 Sterne, war aber relativ einfach ausgestattet. Er liegt direkt am Meer in einem Pinienwald und hat eine kleine Poolanlage. Da wir in der Vorsaison unterwegs waren, war es auch noch sehr ruhig dort.

Cp. Spinnaker

Nach einem kurzen Regenschauer machten wir uns mit den Rädern auf die Suche nach einem Supermarkt. In Oristano gibt es einen Billa, der aber nicht billig ist. Wir kauften nur das Nötigste ein. Auf Sardinien können wir die Sigma Supermärkte empfehlen. Dort gibt es überwiegend günstige einheimische Produkte.

25.05.2011

Nach dem Frühstück fuhren wir mit den Rädern auf die Sinis Halbinsel (http://www.sardinien.com/rundreisen/oristanese_sinishalbinsel/oristano_sinis.cfm ). Dort sollte es eine Bucht mit Flamingos geben. Außerdem kann man die ausgegrabene Stadt Tharros besichtigen. Die Zufahrten zu den Buchten sind sehr beschränkt. Wir haben leider keine Flamingos gefunden. Dafür bietet die Sinis Halbinsel eine tolle Aussicht aufs Meer, die Buchten der Halbinsel sowie auf die ausgegrabene Stadt Tharros.

Halbinsel Sinis

Halbinsel Sinis

Stadt Tharros

Halbinsel Sinis

26.05.2011  ( 84 km )

Heute ging es weiter nach Südwesten. Über den Passo Frongia fuhren wir zum Strand von Buggerru GPS: 39° 25´ 3,25″ N- 8° 24´41,29″ O. Der offizielle Wohnmobilstellplatz kostet in der Vorsaison 5,-€ und in der Hauptsaison 10,-€. Er hat keinen Strom, aber Frischwasser und geschützte Strandduschen(im Ort Buggeru gibt es am Hafen noch einen Sp. mit Ver- und Entsogung, kostenpflichtig). Der SP ist sehr gepflegt und terassenförmig angelegt. Man hat einen wunderschönem Ausblick aufs Meer, welches vor einem liegt. Hinter einem liegen die Berge, ideal zum Mountainbiken (Einzige Region mit ausgeschilderten Rad- und Wanderwegen). Am SP gibt es auch eine Strandbar und ein Restaurant.

Blick vom WoMo aus

Weg zum Strand

Strand von Buggeru

27.-28.05.2011

Wir machten eine Radtour in die Berge. Vom SP aus sah man in den Bergen eine Sanddüne. Die wollten wir uns von Nahem betrachten.

Radtour Buggeru

Radtour Buggeru

Am Abend gab es die erste Pizza. Aus unerklärlichen Gründen hatte die Pizzeria am Sp. am Freitag geschlossen und so fuhren die Männer mit dem Roller in den nächsten Ort, um welche zu holen, und wir aßen bei herrlichem Sonnenuntergang am WoMo.

Abendstimmung Buggeru

Blick auf Buggeru

Buggerru ( http://www.buggerru.com/) ist eine ehemalige Minenstadt. Einige Ruinen sind noch gut erhalten. In den Felsen am Meer gibt es unzählige Höhlen, die man mit etwas Abenteuerlust vom Wasser aus erkunden kann.

Blick auf Buggeru

29.05.2011  ( 95 km )

Am Vormittag fuhren wir weiter in Süden in die Hauptstadt Cagliari. Der Weg an der Küste entlang ist ein Traum. Die Landschaft der Westküste ist beeindruckend. Kristallblaues Meer mit rauen Klippen und weißen Sandbuchten

Fahrt nach Cagliari

Wir fuhren zum Wohnmobillstellplatz in Cagliari (http://www.campercagliaripark.it/GER/default.asp). Mit 20,-€/ Nacht ist dieser nicht gerade günstig, er bietet jedoch Ver- und Entsorgung und ist bewacht. Der SP ist wie ein großer Parkplatz angelegt. Die Wohnmobile stehen dicht an dicht. Er liegt in einer Wohngegend und es sind nur ein paar Gehminuten zur Hafenpromenade.

Sp. Cagliari

Nach einer halben Stunde Fußweg erreichten wir die Altstadt. Die „Altstadt am Berg“ ist voll kleiner Gassen. Uns hat Cagliari besonders gut gefallen, weil sich dort Alt und Neu vermischt. Es sind viele Gebäude aus früheren JH gut erhalten in denen sich jetzt Geschäfte und Cafés befinden.

Cagliari

 

Cagliari

Cagliari

Cagliari

30.05.-04.06.2011  ( 80 km )

Uns zog es weiter in den Süden und wir fuhren zur Costa Rei. Eigentlich wollten wir den Cp. Capo Ferrato ausprobieren, weil wir gelesen hatten, dass dieser so schön sein soll. An der Rezeption machten wir allerdings wieder kehrt. Durch die günstigen Sp. verwöhnt waren uns die Preise etwas zu hoch. Da wir wußten, dass ein paar Kilometer weiter der Cp. Le Dune (http://www.campingledune.it/) ACSI hat, fuhren wir weiter und blieben dort ein paar Tage.

Cp. Le Dune

Der Cp. liegt fast direkt am Meer (ca. 200m Fußweg) und hat als Alternative zum Meer auch eine kleine Poolanlage. Der Strand ist groß und weitläufig.

Auf dem Cp. erzählte uns ein Paar sie seien vom Cp. Capo Ferrato „geflohen“, weil er so überfüllt und laut war.

Kunst

Weg zum Strand

Strand Le Dune

Wir machten einige Radausflüge nach Villasimius und zum Capo Ferrato.

In Villasimius (http://www.villasimius.org/d_mare.asp) fand ein Vespatreffen statt. Es waren ca. 200 Vespas auf einem Haufen, die sich gerade mit lautem Getöse aufmachten.

Vespatreffen

Das Capo Ferrato ist ein kleines Vorgebirge, an der Costa Rei. Nach den langen Sandstränden der südlicheren Abschnitte der Costa Rei hat man hier nun hübsche Felsbuchten mit idyllischen Sandstränden, Klippen und Felsinseln.

Capo Ferrato

Capo Ferrato

Capo Ferrato

04.-06.06.2011  ( 92 km )

Nach dem Frühstück fuhren wir langsam weiter Richtung Osten. Unser nächster Halt war der Stellplatz Tanca Orri  GPS:39° 54′ 13.10″ N 9° 40′ 55.71″ O  in Lido di Orri bei Tortoli. Es ist ein offizieller Wohnmobilstellplatz mit allem was man braucht (Dusche, Strom, Möglichkeiten z. Abspülen). Der Sp. bietet ausreichend Platz für mehrere Wohnmobile. Überquert man die Straße ist man gleich am weitläufigen Strand. Es gibt auch eine Bar an der man frische Semmeln und Zeitschriften kaufen kann. Ausflugsziele in der Nähe sind u.a. die Roten Felsen von Arbatax und der Ort Tortoli (Shopping). Die Tage verbrachten wir am Strand.

Sp. Tanka Orri

Strand Lido di Orri

 

Strand Lido di Orri

07.06.2011  ( 175 km )

Es geht auf zum letzten Zwischenstopp (bei San Teodoro) vor der Heimfahrt. Wir fuhren über den Passo Genna Silana. Dort fährt man durch das kleine Bergdorf Baunei wo man als WoMo-Fahrer gute Nerven braucht, denn ENG ist gar kein Ausdruck, schmale Straßen, parkende Autos, rausragende Balkone und Gegeverkehr. Ich glaube viel mehr Hindernisse gibt es nicht, die sich einem WoMo-Fahrer in den Weg stellen können.

Baunei

Auf der Hälfte des Weges gibt es einen tollen Aussichtspunkt und Startpunkt für Wander- und Trekkingtouren. Wir beobachteten wie ein Hirte mit lautem Geschrei seine Ziegenherde aus den Bergen über die Straße trieb. Ein paar Schweine liefen dort auch umher.

Hoch mit dir

Aussichtspunkt

Schwein gehabt

Auf der gesamten Passstrecke kommt es immer wieder vor, dass einem Ziegen, Kühe, Schweine oder Esel auf der Straße begegnen. Die Bauern lassen ihren Tieren viel Freiraum.

Passo Silana

Schwein gehabt

Rinderwahn

Am späten Nachmittag kamen wir in Porto San Paolo am Cp. Tavolara (http://www.camping-tavolara.it/) an. Leider war der dazugehörige Wohnmobilsp. komplett von einer Gruppe Holländern belegt. Da es auf dem Cp. keine weiteren WoMo Plätze gab, stellte man uns in einer Parzelle für Zelte ab.

Cp. Tavolara

Der Cp. Tavolara hat uns nicht besonders gefallen. Er ist durch Hecken parzelliert und wir fühlten uns irgendwie eingeengt. Das Waschhaus ist sehr einfach und es gibt für Männer und Frauen jeweils nur 2 Duschen. Die Gebäude sahen von Außen ungepflegt aus (Grünspan). Der Cp. hat einen kostenlosen Shuttle zum Strand, denn dieser ist, bei flottem Schritt, 15 Minuten entfernt. Der Strand liegt in einer schönen kleinen Bucht mit kristallklarem Wasser und Blick auf den Tavolarafelsen.

Strand Tavolara

08.06.2011  ( 2 km ) 

Da es uns auf dem Cp. nicht so gut gefiel fuhren wir am Morgen zum Parkplatz der Bucht und blieben dort die Nacht stehen. Wir verbrachten einen letzten schönen Strandtag. Leider spielte das Wetter am Nachmittag nicht mehr so mit und es gab immerwieder Regenschauer.

Stellplatz Tavolara

Strand Tavolara

Berg Tavolara

Am Abend gingen wir im Restaurant des Cp. essen. Das Angebot war nicht sehr vielfätig und als das Essen unserer Freunde kam fragte ich sie ob es die Vorspeise sei. Die Portionen vielen sehr klein aus und waren nicht gerade günstig, auch weil die Gerichte ohne Beilage kamen. Die hätte man nämlich extra bestellen müssen, worauf man uns aber nicht hinwies. Also gab es für jeden noch einen Nachtisch.

09.06.2011  ( 75 km )

Den Vormittag verbrachten wir bei Regenschauern im WoMo oder am Strand bevor es zur Fähre ging. Gegen Mittag fuhren wir los nach Golfo Aranci, wo am Nachmittag unsere Fähre ablegte. Etwas wehmütig schauten wir den Urlaubern zu, die den Bauch der Fähre verließen, und ihre Ferien auf Sardinien noch vor sich hatten.

Während der Fährüberfahrt brauchte man einen starken Magen. Die letzten 2 Tage war es mit dem schlechteren Wetter auch etwas windiger geworden, das merkten wir anhand der Wellen. Geradeaus gehen viel sehr schwer. Zwischendurch schwankte das Schiff so stark, dass im Restaurant mit lautem Knall das Geschirr aus dem Regal aus dem Regal rutschte.

Mir wird´s schlecht

Nachdem wir die Schunkelfahrt überstanden hatten, fuhren wir noch ein paar Kilometer und verbrachten die Nacht auf einem WoMoSp. in ( wird nachgetrage)

Ver. und Entsorgung

Stellplatz

10.-11.06.2011  ( 305 km ) 

Am Morgen fuhren wir weiter an den Gardasee auf unseren Stammplatz den Cp. Piani Di Clodia (http://www.pianidiclodia.it/),  ein super Familiencp. mit einer tollen großen Poollandschaft und großem Unterhaltungsangebot für die Kleinen. Dort verbrachten wir noch 2 Nächte bevor es endgültig in die Heimat ging.

CP. Piani di Clodia

Gardasee

12.06.2011

Wiedereinmal geht ein wunderschöner Sardinienurlaub zuende und für uns steht fest: „Wir kommen wieder!“ Fürs nächste Mal haben wir uns den Norden und noch einmal den Westen vorgenommen.

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Responses

  1. Super Bericht, es ist echt immer erstaunlich dass ihr ähnliche Strecken fahrt wir wir. an der costa rei waren wir zur gleichen Zeit. wir waren noch einen CP weiter, leider weiß ich auf die Schnelle den Namen nicht. Der hat uns noch besser gefallen als der Le dune, wo wir bisher immer waren. Schade, sonst hätte wir uns getroffen. Der Capo frato ist immer so voll. Wir waren auf unserem CP fast alleine.
    Vielleicht klappts ja ein anderes Mal, weiterhin gute Fahrt und eure Seite finden wir echt gut!!!
    Gruß Sabine und Stefan (Sportlerpaar)

    • Es freut uns, dass euch unser Bericht gefallen und bestimmt ein paar Urlaubserinnerungen geweckt hat :-). Wart ihr auf dem Porto Pirastu? Der war anfangs auch eine Option für uns wegen ACSI, sind dann aber auf dem Le Dune geblieben. Schade, dass wir uns nicht getroffen haben. Es ist wirklich interessant, dass wir die ähnlichen Strecken fahren wie ihr. Vielleicht trifft man sich mal in den Bergen beim Mountainbiken :-).
      Liebe Grüße Alois & Ina.

  2. Hi Ihr beiden, habe mir nochmals Euern Bericht „reingezogen“. Wir haben dieses Jahr wieder Sardinine gebucht und werden vom 24.5 bis zum 15.6 dort sein. Wir wollen eher in den süden gehen.
    Was habt Ihr den schon geplant?

    Viele Grüße Sportlerpaar


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